"Verzaubert" in "Der Woche des Gedenkens"
Die "Woche des Gedenkens" im Bezirk Hamburg Nord widmet sich 2014 schwerpunktmäßig der Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit.
Wir zeigen im Rahmen dieser Veranstaltung noch einmal den Dokumentarfilm einiger Gründer_innen der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg:
VERZAUBERT
Dorothée von Diepenbroick, Jörg Fockele, Jens Golombek, Dirk Hauska, Sylke Jehna, Claudia Kaltenbach, Ulrich Prehn, Johanna Reutter, Katrin Schmersahl, Deutschland 1992, 89', deutsche Fassung
Eintritt frei!
>>Programm Woche des Gedenkens: http://www.lsf-hamburg.de/downloads/Woche-des-Gedenkens-Flyer.pdf
>>Programm Barmbek°Basch: http://www.barmbek-basch.info/sites/default/files/basch_jan-mrz-14_web.pdf
Verzaubert dokumentiert Lebensläufe von Homosexuellen aus einer Zeit, als sie sich noch nicht selbstbewusst »lesbisch« oder »schwul« nannten, sondern »verzaubert«.
13 Männer und Frauen im Alter zwischen 60 und 80 Jahren geben Auskunft darüber, wie sie Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegszeit in Hamburg erlebten. Sie erzählen von ersten heimlichen Romanzen, Vorladungen durch Sittenpolizei und Gestapo, Tarnehen, rosa Winkel, über Verfolgung und Vernichtung, über Subkultur und über ihren Alltag. Zum Beispiel Edith, die gemeinsam mit ihrer Freundin 38 Jahre lang ein Kaffee- und Konfitürengeschäft geführt hat. Oder Rudolf, der seine glücklichste Zeit erlebte, als er beim Fronttheater im Zweiten Weltkrieg Frauenrollen spielen durfte. In den Interviews wird nicht versucht, ein bisher »vergessenes« Kapitel der Geschichtsschreibung nachzuliefern, sondern Schwule und Lesben mit ihren sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen und -geschichten selbst zu Wort kommen zu lassen.
VERZAUBERT war der erste Film über Schwule und Lesben im Deutschland der NS-Zeit in der frühen Bundesrepublik.
In Anwesenheit von Filmemacherin Dorothée von Diepenbroick und evtl. weiteren Gästen
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